Aschesauger

Ein eigener Kamin in der Wohnung ist der Wunsch vieler Menschen. Wer möchte nicht gerne die kalten Wintertage an einem gemütlichen Kaminfeuer verbringen? Ein Kamin gibt zudem eine ganz besondere und wohlige Wärme ab und ist nicht mit einer Heizung zu vergleichen. Natürlich überzeugen Kamine mit ihren zahlreichen positiven Vorteilen. Dennoch muss auch ein Kamin regelmäßig gesäubert und von Asche befreit werden. Von dieser schmutzigen Arbeit können alle Grillbesitzer ein Liedchen singen, wenn sie die Aschereste aus dem Holzkohlegrill entfernen müssen.

Für viele stellt hier ein Aschesauger die perfekte Lösung dar. Doch taugen die nützlichen Geräte wirklich das was sie versprechen? Wo liegen die Unterschiede zwischen den Modellen, was sollte beim Kauf beachtet werden und mit welchen Besonderheiten können sie in einem Aschesauger Test überzeugen?

Was ist ein Aschesauger?

Aschesauger sind auch unter der Bezeichnung Kaminsauger bekannt, wobei es sich um eine spezielle Abwandlung eines normalen Saugers handelt. In seiner Bauweise kommt der Aschesauger einem beutellosen Staubsauger am nächsten, dennoch gibt es sie in vielen verschiedenen Ausführungen. Häufiges Erkennungsmerkmal ist die einfache Fassform eines Aschesaugers. Die meisten Modelle verfügen über einen Auffangbehälter aus Metall, der auch gegen heiße/ glühende Asche hitzebeständig ist. Zudem sind sie mit einem besonderen Aschefilter ausgestattet. Dieser sogenannte HEPA-Filter sorgt für die Abscheidung von feinen Staubpartikeln. Denn diese können teils sehr gesundheitsschädigend sein und sollten daher beim Saugen nicht in die Luft gewirbelt werden.

Aufgenommen werden Aschereste durch ein entsprechendes Saugrohr mit Saugdüse. Die Abgrenzung zu den reinen Asche-Filterelementen liegt darin, dass diese an einen handelsüblichen Staubsauger angeschlossen werden, während der Aschesauger über einen integrierten Motor verfügt. Die sogenannten Aschefilter sind nicht zu empfehlen, da die sie nicht im geringsten an die Leistung eines Aschesaugers herankommen. Dies konnte schon in verschiedenen Aschesauger Test bestätigt werden.

Aschesauger sollten für eine gute Leistung über eine hohe Watt-Leistung und einen großen Auffangbehälter verfügen. Optimale Werte bezüglich der Leistung liegen zwischen 800 bis 1600 Watt. Der Auffangbehälter sollte im besten Fall ein Volumen von 18 bis 20 Litern aufweisen. Mit der sogenannten Ausblasfunktion können sogar Schmutz- und Aschereste aus den winzigsten Ofenritzen entfernt werden.

Wie funktioniert ein Aschesauger?

Bisher war für die Reinigung eines Kamins das Kaminbesteck üblich. Dieses besteht aus Schürhaken, Bürste und Schaufel, kann aber bezüglich der Sauberkeit des Kamins nicht mit einem Aschesauger mithalten. In unserem Aschesauger Test beschäftigen wir uns hauptsächlich mit einem Aschesauger mit Motor. Dieser ist in Aufbau und Funktion einem handelsüblichen Staubsauger sehr ähnlich. Klar ist, dass für den Betrieb eine Stromverbindung erforderlich ist. In den meisten Fällen verfügen die Sauger sogar über sehr lange Kabel, damit eine Verlängerung nicht benötigt wird.

Der Motor befindet sich in der Regel im Deckel des Auffangbehälters. Hier finden sich auch die Bedienelemente zum Einschalten, sowie die Einstellungsmöglichkeiten der Saugkraft. Mit Hilfe des flexiblen Saugschlauchs und der Saugdüse können selbst in den hintersten Ecken des Ofens die Aschereste problemlos entfernt werden. Nach Möglichkeit sollten nur kalte Aschereste aufgesaugt werden, da der Saugschlauch meist keine gute Hitzebeständigkeit aufweist. Daher ist es auch sehr schade, dass nur die wenigsten Hersteller vollständig hitzebeständige Modelle anbieten.

Anwendungsbereiche & Vorteile

In unserem Aschesauger Test haben wir die verschiedenen Anwendungsgebiete eines Aschesaugers zusammengefasst und die Vorteile herausgefiltert. Zunächst sollte erwähnt werden, dass Aschesauger nicht nur Kaminöfen bzw. offene Kamine aussaugen können, sondern auch Gartengrille und sie damit von den Ascheresten befreien. Hier sollte die Asche aber ebenfalls zunächst abkühlen (z. B. über Nacht), damit der Sauger keinen Schaden nimmt. Danach wird dem Grillmeister aber das lästige Schruppen des Grills erspart. Hierfür muss die restliche Asche nicht abgekippt, sondern einfach nur mit dem Aschesauger aufgesaugt werden.

Die Vorteile eines Aschesaugers im Überblick

Die wichtigsten Vorteile eines Aschesaugers haben wir in unserem Aschesauger Test herausgesucht und in der folgenden Übersicht zusammengestellt.

  • Reinigung offener Kamine/ Kaminöfen
  • Reinigung von Kachelöfen
  • Reinigung von Holzkohlegrills
  • Reinigung von Pelletheizungen
  • simple Handhabung
  • leichte Reinigung der Aschebehälter
  • Schonung des eigenen Staubsaugers

Welche Arten von Aschesaugern werden angeboten?

Natürlich möchten wir in unserem Aschesauger Test auch die verschiedenen Modelle der Aschesauger näher betrachten und vorstellen.

Aschesauger mit Motor

Diese Art der Aschesauger ist sehr beliebt und weit verbreitet. Sie besitzen die Form einer Blechdose und verfügen über einen integrierten Motor. Bei näherem Betrachten fällt sofort der metallene Auffangbehälter ins Auge, in dessen Deckel der starke Saugmotor sitzt. Seitlich führt aus dem Behälter ein flexibles Saugrohr mit Saugdüse heraus, dass einen großen Aktionsradius ermöglicht. Einige Modelle sind zudem mit der Ausblasfunktion ausgestattet.

Das Gerät wird per Knopfdruck in Betrieb genommen und besitzen je nach Modell verschiedene Einstellungsmöglichkeiten. Hier kann zum Beispiel die Saugstärke eingestellt werden. Für den Betrieb wird in der Nähe eine Steckdose benötigt. Wird das Gerät im Garten betrieben, empfiehlt sich die zusätzliche Verwendung einer Kabeltrommel. Zudem verfügen die Aschesauger mit Motor über einen integrierten Aschefilter, der alle gesundheitsschädlichen Schwebepartikel herausfiltert.

Vorteile

  • für Öfen, Kamine und Grills geeignet
  • einfache Bedienung
  • einige Modelle mit Ausblasfunktion
  • gutes Preis-Leistungsverhältnis

Nachteile

  • in einigen Fällen geringes Behältervolumen
  • nicht für heiße Asche
  • nicht für Flüssigkeiten
  • keine Rollen für den Transport

Aschesauger mit Motor und Transportrollen

Ebenfalls zu den beliebtesten Modellen zählen jene, die in Aussehen und Funktion den handelsüblichen Nass-Trocken-Saugern ähneln. Diese verfügen über eine sehr gute Motorleistung, ein großes Fassungsvermögen und umfangreiches Zubehör. Zudem verfügen diese Aschesauger nicht nur über eine normale Saugdüse, sondern auch über eine spezielle Bodendüse.

Für den leichteren Transport sind am Boden des Aschebehälters Transportrollen angebracht. Nennenswert ist auch, dass einige Modelle der Hersteller auch heiße Asche aufsaugen können. Der Aschebehälter ist etwas höher als bei den Modellen ohne Transportrollen. Dies hat den Vorteil, dass Zubehör problemlos verstaut werden kann. Dank der Rollen lässt sich das Gerät während der Benutzung gut manövrieren.

Vorteile

  • für Öfen, Kamine und Grills geeignet
  • einfache Bedienung
  • starke Saug- und Motorleistung
  • großes Fassungsvermögen
  • Rollen für den Transport
  • aufsaugen von heißer Asche mit einigen Modellen möglich

Nachteile

  • nicht für Flüssigkeiten
  • Anschaffung ist kostenintensiv

Aschefilter ohne Motor

Bei unserem Aschesauger Test sollten natürlich auch die Aschefilter ohne Motor erwähnt werden. Da diese keinen Motor besitzen, handelt es sich dabei nicht um einen echten Aschesauger. Dafür sind sie in der Anschaffung sehr preisgünstig. Das Aussehen ähnelt den fassförmigen Aschesaugern. Er besteht aus einem Filter, dem Auffangbehälter, Saugschlauch, Saugdüse und einem Staubsaugeranschluss. Damit ein Aschefilter funktioniert, muss er an einen handelsüblichen Sauger angeschlossen werden.

Um eine ähnlich starke Saugleistung wie bei einem normalen Aschesauger zu bekommen, sollte der Aschefilter an einen Nass-Trocken-Sauger angeschlossen werden. Handelsübliche Sauger sind in diesem Fall eher ungeeignet, da sie nicht die gewünschte Leistung erbringen.

Vorteile

  • Für Öfen, Kamine und Grills geeignet
  • großes Fassungsvermögen
  • Anschaffung ist preisgünstig

Nachteile

  • für die Benutzung muss ein Staubsauger angeschlossen werden
  • nicht für Flüssigkeiten
  • die Bedienung ist etwas umständlich

Worauf sollte beim Kauf eines Aschesaugers geachtet werden?

 

Verpackung und Lieferumfang

Da die Aschesauger in der Regel in einem Karton verpackt werden, ist auf dessen Außenseite leicht zu erkennen, was sich in dessen Inhalt befindet. Saugschlauch und Saugdüse sollten im Lieferumfang enthalten sein. Bei einigen Herstellern und Modellen gibt es auch noch mehr Zubehör. Eine deutschsprachige Bedienungsanleitung sollte in keinem Fall fehlen, auch wenn die meisten Modelle selbsterklärend in Betrieb genommen werden können.

Aschebehältervolumen

Dessen Volumen gehört zu den wichtigsten Kaufkriterien eines Aschesaugers. Im Idealfall sollte dieser ein Volumen von 17 bis 20 Litern aufweisen. Günstige Modelle werden hier meist nur mit 6 Liter Volumen angeboten. Für kleinere Öfen können diese natürlich ausreichen, dafür muss der Behälter aber auch häufiger entleert und gesäubert werden. Große Behälter eignen sich hier besser, werden aber mit der Zeit auch sehr schwer. In diesem Fall bieten sich wieder Modelle mit Transportrollen an.

Stromkabellänge

Gerade beim Gebrauch im Außenbereich sollte das Kabel lang genug sein, da nicht immer eine Steckdose in der Nähe des Grills oder eines Ofens ist. Einige Modelle werden mit einer Kabellänge von 4 m geliefert. Eine Länge von 2,5 m kann aber ebenfalls ausreichen. Bei Kabellängen von 1 m wird oft eine zusätzliche Verlängerungsschnur benötigt.

Gewicht

Damit der Aschesauger im vollen Zustand nicht zu schwer wird, sollte er lediglich ein Eigengewicht von 4 bis 7 kg besitzen. Schwerere Modelle sollten mit Transportrollen ausgestattet sein.

Filter

Aschesauger verfügen über ein Filtersystem. Günstige Modelle besitzen dabei oft nur einfache Papierfilter, welche für den längeren Gebrauch jedoch ungünstig sind. Kostensparend und praktisch sind auswaschbare Filter. Sehr gut sind Aschesauger mit einem Zentrifugalfilter, bei dessen Rotationstechnik sich der Filter gar nicht erst zusetzt. Über diese Filter verfügen jedoch meist nur die teureren Modelle.